Hypnosepunkt Rümlang

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Patientenbericht Spinnenangst, Sitzung vom 21.5.2015 in Rünlang

    Seit ich denken kann, habe ich mit meiner Angst vor Spinnen gekämpft. Dass ich nun überhaupt das Wort „Spinne“ schreiben kann, ohne mich dabei unbehaglich zu fühlen ist der Hypnosetherapie bei Ivo Rütsche zu verdanken.

    Ich habe bereits schon mehrmals davon gehört, dass die Spinnenangst therapiert werden kann. Doch daran geglaubt habe ich nicht. Es war für mich unmöglich, ja gar unmenschlich, dass eine solch tiefsitzende Angst auch nur annähernd verschwinden könnte. Daher habe ich es auch nie versucht, sondern organisierte mich mit der Angst. Ich hatte überall im Haus Spinnenabwehrspray verteilt und hatte verschiedene Menschen in meinem Umfeld welche ich anrufen konnte, um bei mir Zuhause eine Spinne zu entfernen.
    Die Angst beherrschte mich dermassen, dass ich auch schon mal aus dem Kofferraum von meinem ausgestiegen bin, weil in der Garage an der Wand ein Achtbeiner „auf mich wartete“.

    Doch mein Schlüsselerlebnis war, dass ich mich dann eines Tages nicht mehr in mein Wohnzimmer getraute, weil dort eine Spinne an der Wand war. Ich „musste“ dann ein paar Stunden auf Hilfe warten und verharrte in der Küche. Die Spinne aus den Augen lassen konnte ich auch nicht, weil dann kam die Angst dazu, nicht zu wissen wo sie ist.

    Also, der Fall war klar für mich. Ich muss eine Therapie machen. Ich informierte mich über verschiedene Möglichkeiten und entschied mich für eine Hypnosetherapie. Herr Ivo Rütsche kannte ich von meinem Zeitungsbericht her. Ich nahm meinen Mut zusammen, meldete mich bei ihm, und vereinbarte einen Termin.

    Bald darauf machte ich mich auf dem Weg zu ihm in die Praxis, mit gemischten Gefühlen. Einerseits war ich ungläubig, dass mir diese Therapie von Nutzen sein wird und andererseits wurde mir bewusst, dass ich mich schon bald mit einer jahrelangen Angst auseinandersetzen werde.

    Bei Herr Rütsche angekommen, wurde ich sehr nett und freundlich empfangen. Zu beginn wurde mir der Ablauf erklärt, er erklärte mir, wie eine Hypnose funktioniert und ich konnte alles Fragen was ich wissen wollte. Ich erzählte ihm von meiner Angst, von verschiedenen Erlebnissen. Bereits während dem Erzählen fing mein Herz schneller an zu schlagen, meine Hände zitterten leicht und mir wurde nur bereits bei dem Gedanken an eine Spinne sehr unwohl. Wir sprachen unter anderem auch darüber, was mein Ziel der Therapie ist. Ich teilte ihm mit, dass es schön wäre, wenn ich eine Spinne ohne weitere Hindernisse aus dem Haus befördern könnte. Doch als ich mir das versuchte vorzustellen, musste ich lachen. Als ob dies jemals möglich wäre, ich und eine Spinne, ohne Angst. Zu dem Zeitpunkt war dies Vorstellung ganz weit weg.

    Er schuf dann eine sehr angenehme Atmosphäre. Ich fing mich dadurch an zu entspannen.

    Während der Hypnose war ich bei vollem Bewusstsein, aber in einer Art Trance. Ich wusste nach der Hypnose alles was Herr Rütsche mir suggeriert hat, was den Vorteil hat, dass ich mir gewisse Worte, Bilder und Orte von der Hypnose immer wieder ins Gedächtnis rufen kann wenn ich sie benötige. Nach dem Aufwachen aus der Hypnose, also nach ca. einer Stunde, war ich komplett ruhig und entspannt. Der Puls war ruhig, meine Gedanken geordnet.

    Nach einem Moment des Aufwachens und einem Schluck Wasser, fragte mich Herr Rütsche, ob ich nun Kassandra, seine Vogelspinne, kennenlernen möchte. Klar, gerne, war meine Antwort. Das verblüffte mich komplett. Ich war verwirrt, aber nicht ängstlich und völlig gespannt auf die kommende Begegnung mit der Vogelspinne.
    Herr Rütsche nahm sie hervor und ich durfte mich in meinem eigenen Tempo an die Spinne annähern bis ich nur noch ein paar cm von ihr entfernt war. Kein Problem für mich. Im Gegenteil, ich war sehr interessiert an diesem Tier, welches mir zuvor eine unendliche Angst bereitete.
    Auch die typische Hausspinne bereitete mir keinen nassen Hände und hohen Puls mehr. Ich übte, wie ich diese mit einem Glas einfangen kann, damit ich dies künftig zuhause auch machen kann.
    Alles kein Problem. Die einzige Schwierigkeit war, mir zu glauben, dass die Angst weg ist und dass es ein Leben nach der Angst gibt. Loslassen von der Angst.

    In der Zeit bis heute, wurde ich bereits ein paar Mal getestet, ob meine Angst wirklich weg ist. Im Garten, im Haus am Vorhang, draussen an der Tür, überall warteten die Achtbeiner scheinbar darauf, dass ich schreiend davonrenne. Doch da haben sie sich getäuscht. Ich habe die Spinnen zum Teil eingefangen und mit ihnen ein Selfie gemacht, um Freunden und Familien meine neuen tierischen Freunde vorzustellen.
    Die Angst ist vollkommen Weg und inzwischen habe ich mich auch daran gewöhnt, keine Angst mehr zu haben und mein Leben wurde um einiges entspannter.

    Ich kann diese Therapie wirklich weiterempfehlen. Das Leben mit der Spinne als Freund ist viel friedlicher und angenehmer.

    Melanie K., Finsterwald b. Entlebuch